Taufpate ohne Konfession

Ein Taufpate ohne Konfession – Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass es lange Zeit undenkbar war. Bis ins 6. Jahrhundert hinein war es üblich, nur Erwachsene zu taufen. Dabei achtete man bei der Wahl des Taufpaten darauf, dass der Pate seinen Täufling dazu anhielt, seinen Glauben ernst zu nehmen. Der Taufpate musste damals vor der Gemeinde für ihn bürgen. Auch später, als das Christentum zur Staatsreligion wurde und die Kinder- und Säuglingstaufe beliebt wurde, stand die Erziehung im christlichen Glauben im Vordergrund. Dies ging soweit, dass die Paten ein Examen ablegen mussten, welches bestätigte, dass sie ihrer Aufgabe gewachsen waren. Der Pate musste also zwingend einer Konfession angehören, um geeignet zu sein, seinem Patenkind das Christentum zu vermitteln. Im Zuge der Kindertaufe wurde es irgendwann modern, finanzielle Aspekte zum Hauptauswahlkriterium zu machen. Ein reicher Taufpate bedeutete schließlich auch viele Geschenke zu Anlässen wie dem Geburtstag oder zur Taufe selbst.

Der primäre Taufpate darf nicht konfessionslos sein

Heute spielen ganz andere Kriterien eine Rolle wenn es darum geht einen Taufpaten zu finden. Ihr macht euch beispielsweise Gedanken darüber, wer aus Eurem Freundeskreis am besten dazu geeignet ist, sich um Euer Kind zu kümmern, falls Euch etwas passiert. Die soziale Verantwortung steht bei der Wahl der heutigen Taufpaten für ein Kind im Vordergrund. Natürlich macht es auch Sinn, wenn Ihr Euch einen Taufpaten sucht, der finanziell dazu in der Lage ist ein Kind großzuziehen. Das und der Aspekt der zwischenmenschlichen Beziehung die man zum jeweiligen Paten hat sind entscheidend. Der christliche Glaube ist also im Laufe der Zeit ein wenig in den Hintergrund gerückt. Viele machen sich dabei gar keine Gedanken mehr um die Konfession wenn sie zum Erstgespräch ins Pfarramt gehen. Der Priester oder Pfarrer – egal ob evangelisch oder katholisch – wird Euch jedoch darauf hinweisen, dass ein Taufpate ohne Konfession nicht in Frage kommt. Zumindest nicht als primärer Taufpate.

Unsere beliebtesten Geschenke für Taufpaten

Taufpate ohne Konfession – der Taufzeuge als Alternative

Sowohl die evangelische als auch die katholische Kirche wollen als primären Taufpaten einen überzeugten Christen. Denn schließlich ist es trotz aller modernen Einflüsse Hauptaufgabe des Paten, die christliche Erziehung des Kindes zu überwachen. Jemand der aus der Kirche ausgetreten ist beziehungsweise selber nicht getauft ist, kommt daher nicht in Frage. Soll trotzdem jemand aus dem Freundeskreis als Taufpate ohne Konfession fungieren, so besteht die Möglichkeit ihn zum Taufzeugen zu machen. Der Taufzeuge steht neben dem Taufpaten dem Kind im Laufe seines Lebens mit Rat und Tat zur Seite und soll in eventuellen Notsituationen die Eltern ersetzen. Die Möglichkeit einen Taufzeugen zu ernennen besteht jedoch nur in der katholischen Kirche. Die evangelische Kirche kennt zwar keine Taufzeugen, möchte aber dennoch sicherstellen, dass eine Taufe nicht nur eine obligatorische Zeremonie ist. Zwar kann der Pate auch einer anderen christlichen Glaubensrichtung angehören, jedoch muss eine Zugehörigkeit zu einer christlichen Kirche nachgewiesen werden.

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